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NEWS

Monday
Jan022017

Winterwunderland

2017/01/02

Manchmal ist der Winter näher als man denkt...
Nach vier Tagen Langlauf auf kompakten Kunstschnee-Loipen und sonnigen Dauerläufen ohne Schnee genoss ich heute die Winterstimmung auf dem Lägerngrat.

Es guets Neus, allerseits! Mögen unsere Träume in Erfüllung gehen...
Und ja, das Gipfelfoto wurde auf dem Gipfel aufgenommen, wir posieren nicht einfach vor einer weissen Wand!

 

Thursday
Dec222016

Über was man sich nicht alles Gedanken machen kann!

2016/12/22
Ich habe viel analysiert, mich mit meinen Betreuern besprochen und zum Schluss war das Fazit dann doch ganz einfach: Ich muss schneller werden, wenn ich bessere OL-Resultate will.

Die Umsetzung ist zugegebenermassen deutlich schwieriger. Wer kennt schon die Superlösung für eine fabelhafte Laufform? Das wäre wohl ein reicher Mann oder eine reiche Frau…
Nach weiteren Sitzungen, Überlegungen und Nachforschungen habe ich nun eine ganze Palette mit Massnahmen bereit, die meinen Beinen Beine machen sollen:

- Als Basis arbeite ich daran, die muskulären Probleme im Gesäss definitiv wegzubringen. Dabei helfen mir zwei Physiotherapeuten und Matthias Widmer, mein Masseur.

- Ausserdem will ich meinen Laufstil verbessern, um effizienter vorwärts zu kommen. Michi Rüegg (TG Hütten) zeigt mir die besten Übungen dazu.

- Ich ziehe das Kraftprojekt, das ich im letzten Jahr begonnen habe, weiter, um in diesem Bereich noch mehr Power zu holen. Hier ist Othmar Buholzer der Spezialist.

- Irene Müller-Bucher erstellt mir neu die Trainingspläne und bringt so frische Inputs ins tägliche Training. Das ist ein grosser Aufwand, besonders jetzt, da wir uns erst abstimmen müssen. Danke für deinen Einsatz, Irene und danke Lea, dass du dies in den letzten Jahren für mich gemacht hast!

- Ich reise im Januar für zwei Wochen nach Teneriffa, um an der Wärme und ohne Alltagsaufgaben Zeit fürs Training zu haben.

- Und ich habe mir eine neue Uhr angeschafft, die nun endlich die Pulswerte zuverlässig messen soll. Die Details sind ja bekanntlich entscheidend.

Es ist eine Herausforderung, die Übersicht bei so vielen «Baustellen» nicht zu verlieren, aber ich bin motiviert und voller Tatendrang.

Schön, konnte ich in den letzten Tagen auch mit meinem Sponsor its business AG und mit der Massagepraxis von Matthias Widmer die Zusammenarbeit für die Saison 2017 sichern. Das gibt natürlich zusätzlich Schwung.
Auch wenn es lange gebraucht hat, nun fühle ich mich zuhause in der Rolle als Spitzensportlerin und beginne auch die Aufgaben, die neben dem Training anstehen, zu mögen. Es ist erstaunlich, wie viel Zeit man in ein solches «EinFrau-Business» investieren kann.

Ein erster Startschuss ist bereits gefallen... Bild: Homepage Silvesterlauf

Die guten Vorsätze sind nun also gefasst, das neue Jahr soll kommen!

Ich wünsche euch wunderschöne Weihnachtstage und bis bald im Wald.

Julia

Tuesday
Oct182016

Fliegend durch Aarau

2016/10/18

Ich bin mir nicht so sicher, ob ich sie genossen habe, die letzten Meter des letzten Weltcuplaufs der Saison. Wahrscheinlich wollte ich vielmehr nochmals richtig Gas geben und so schnell wie möglich über die Ziellinie hechten.
Und das hat sich gelohnt, nicht nur wegen dem dynamischen Bild, sondern auch für das Resultat. Ich sicherte mir Rang 9 in diesem Weltcup-Sprint und kämpfte mich dadurch in der Gesamtweltcup-Wertung bis auf den 8. Rang vor. Über die ganze Saison hinweg sammelte ich also genug Weltcup-Punkte, um mich am Schluss unter den stärksten 8 OL-Läuferinnen der Welt zu klassieren. Ein schönes Resultat, das mir auch zeigt, wie richtig meine Ziele waren (top 10 an internationalen Einzelläufen wie Weltcup/EM/WM), auch wenn ich sie nicht immer erreichen konnte.

Es gibt aber auch Rennen, bei denen habe ich mein Ziel nicht nur erreicht, sondern bereits übertroffen!
Am Tag vor dem Sprint in Aarau kämpfte ich mich durch den Roggehuse-Wald und gab nicht auf, auch wenn sich schon zu Beginn ein paar kleine Fehler eingeschlichen hatten. Im Ziel war ich dann fast etwas erstaunt, dass gerade mal vier Läuferinnen die Bahn schneller absolviert hatten als ich. Was für eine schöne Überraschung!


Rangverkündigung des Langdistanz-Weltcuplaufs mit Ziel in Aarau

An diesem Weltcup-Lauf wurde ein neues Startprozedere ausprobiert: Jeweils zwei Läuferinnen starteten gleichzeitig, absolvierten aber verschiedene Schlaufen in unterschiedlicher Reihenfolge, so dass man trotzdem alleine OL machen musste. Das Startintervall betrug 3 Minuten.
Ich fand es spannend, etwas Neues auszuprobieren und war gespannt, wie sich diese Änderung auswirken wird. Im ersten Schlaufensystem hatte ich nur sehr wenig Gegnerkontakt und besonders Sarina, die mit mir gestartet war, sah ich nie. Erst nach einer knappen Stunde, auf einem ungegabeltem Abschnitt, holte mich Judith ein und als kurz darauf der Schmetterling (2. Gabelungssystem mit zwei Varianten) begann, hatten wir die selbe Variante. Dies war möglich, weil wir ja nicht gleichzeitig gestartet waren. Auf dem ersten Schmetterlingsflügel bildete sich eine recht grosse Gruppe, denn andere Läuferinnen, die wir im Schmetterling aufholten, liefen bereits den zweiten Teil der Gabelung ab, waren also einiges vor uns gestartet. Dass einige Posten des Schmetterlings technisch anspruchsvoll waren und gesucht wurden, erleichterte Zusammenschlüsse weiter. Auch wenn eine solche Gabelungsvariante nicht «perfekt» sein kann, ziehe ich sie immer noch einem ungegabeltem Schluss vor. So besteht wenigstens die theoretische Möglichkeit, dass bereits gebildete Trams durch eine Gabelung wieder aufgesplittet werden.
Vielleicht wäre aber fürs zweite Gabelungssystem eine flexible Zuordnung der Varianten hilfreich. Das heisst, beim Zentrumsposten erhalten die ankommenden Läuferinnen in abwechselnder Reihenfolge eine neue Karte mit der Variante A oder B. So kann man die Gabelungssysteme gezielter einsetzen, damit sie im Rennverlauf dann auch wirklich wirken können.

Ich hoffe, dass auch anderen Bahnlegern, Organisatoren und Entscheidungsträgern die Langdistanz am Herzen liegt und wir in Zukunft eine Lösung finden, die für Athleten wir auch für die Fernsehproduktion interessant ist. Der Weltcup #9 war aus meiner Sicht ein Schritt in die richtige Richtung.

Genug analysiert und seriös geschrieben, am vergangenen Wochenende gab es auch einiges, das einfach Spass machte! Zum Beispiel eine Sprintstaffel zu laufen und alles zu geben. Auch wenn wir unsere grossen Brüder SUI1 und SUI2 nicht bezwingen konnten, wir waren doch das 4. schnellste Team des Tages und das lässt sich auf jeden Fall sehen!

Alle weiteren Informationen (Resultate, GPS, Bilder) auf ol-weltcup.ch.

Bilder: Rémy Steinegger für OL-Weltcupfinal, Keti Widmer